Zum Inhalt springen
Berliner Innovationsgespräche für berufliche Bildung

Drei Lernorte, ein Azubi und viel zu selten ein gemeinsamer Tisch.

Wir bringen zusammen, wer Ausbildung wirklich macht: Betriebe, Berufsschulen und überbetriebliche Ausbildungsstätten, begleitet von Kammern und Politik als rahmengebenden Akteuren. Wo andere eine Seite adressieren, bauen wir die Schnittstelle zwischen allen dreien. Damit aus dem Nebeneinander der Lernorte ein abgestimmtes Miteinander wird, das bei den Azubis ankommt.

Die zweite Runde ist gelaufen. Im September haben Betriebe, Berufsschulen und überbetriebliche Ausbildungsstätten im Digital Education Lab der IHK Berlin zusammengetragen, was Lernortkooperation gelingen lässt. Am Dienstag, 1. Dezember 2026 machen wir daraus etwas Verbindliches.

  • Dritte Runde am Dienstag, 1. Dezember 2026
  • Teilnahme kostenfrei, auf Einladung
  • Arbeitsformat statt Bühnen-Panel
  • Ergebnisse werden dokumentiert und weitergegeben

3 Lernorte an einem TischBetrieb · Berufsschule · Innung

Vom Taktplan zum gemeinsamen Hub: Lernortkooperation verbindlich machen

Dritte Runde · Nächster Termin
Datum
Dienstag, 1. Dezember 2026Einlass ab 12:45 Uhr
Uhrzeit
13:00 - 16:00 UhrDrei Stunden Werkstattgespräch
Im Anschluss Catering und offenes Networking
Ort
IHK BerlinDigital Education Lab
1. Etage
Fasanenstraße 85, 10623 Berlin
Teilnahme
KostenfreiAuf Einladung · 20 Plätze
Die zweite Runde

Alle an einen Tisch. Im September waren sie es.

Ausbildungsbetriebe, Berufsschulen, überbetriebliche Ausbildungsstätten, Innungen, Kammer und Verwaltung: Was sonst an getrennten Orten über Ausbildung entscheidet, stand hier auf einer Treppe.

Gruppenbild aller Teilnehmenden des zweiten Berliner Innovationsgespraechs auf der Treppe im Atrium der IHK Berlin
Die Teilnehmenden des zweiten Berliner Innovationsgesprächs im Atrium der IHK Berlin, September 2026. Foto: © Philipp Gaiko
Beim nächsten Mal mit dabei sein Dienstag, 1. Dezember 2026 · Teilnahme kostenfrei
Eindrücke

So sieht ein Innovationsgespräch aus

Gemischte Tische, gefüllte Boards, Menschen aus Betrieb, Berufsschule und Innung, die einen Nachmittag lang an denselben Fragen arbeiten. Die Bilder stammen aus der zweiten Runde im September 2026.

FOTO E14:3Kleingruppe am Board, ein weiterer Teilnehmer ist per Video auf dem Bildschirm zugeschaltet
Hybrid gearbeitet: Wer nicht vor Ort sein kann, sitzt trotzdem mit am Board.
FOTO E24:3Werkstattrunde am Tisch, eine Teilnehmerin erlaeutert Ergebnisse am Flipchart
Werkstattgespräch in kleiner Runde, in der jede:r zu Wort kommt.
FOTO E34:3Teilnehmende im Gespraech an Stehtischen waehrend der Pause
Zwischen den Runden: Gespräche, aus denen beim nächsten Mal Kooperationen werden.
FOTO E44:3Ein Moderator eroeffnet den Nachmittag vor dem Banner Gemeinsam fuer die Bildung der Zukunft
Der Aufschlag vor der Runde: Worum geht es heute, und wer entscheidet was?
FOTO E54:3Vier Teilnehmende im Gespraech an einem hohen Arbeitstisch
Betrieb trifft Berufsschule: hier beginnt die Abstimmung, die sonst per E-Mail scheitert.
FOTO E64:3Teilnehmende sortieren farbige Moderationskarten auf einem Stehtisch
Material ist gestellt: Jede Perspektive bekommt eine Karte, keine geht unter.

Fotos: © Philipp Gaiko

Warum es diese Gespräche gibt

Wir setzen an einen Tisch, was sonst nebeneinanderher läuft.

Über die Zukunft der Ausbildung wird viel geredet, meist getrennt: der Betrieb hier, die Berufsschule dort, die überbetriebliche Ausbildungsstätte woanders. Am Ende sind es oft die Azubis selbst, die die Informationen zwischen den Lernorten hin- und hertragen.

Neu ist das Problem nicht. Schon 1997 hielt der Hauptausschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung fest: „Der Lernortkooperation kommt zur Bewältigung der Anforderungen in der beruflichen Bildung besondere Bedeutung zu.“1 Fast dreißig Jahre später ist sie vielerorts noch immer die Ausnahme statt die Regel.

Der Druck ist seitdem gewachsen. Seit August 2021 sind die vier Standardberufsbildpositionen, darunter „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“, in allen neu geregelten Ausbildungsberufen verbindlicher Mindestinhalt.2 Nachhaltiges Handeln lässt sich nicht in einer Unterrichtsstunde abhaken und nicht an einem Lernort allein vermitteln. Wer es einlösen will, muss sich über die Lernorte hinweg abstimmen.

Genau dafür gibt es die Berliner Innovationsgespräche: ein Arbeitsformat, aus dem man mit etwas Konkretem herausgeht. Überparteilich, ergebnisorientiert und offen für andere Sichtweisen. Ein Arbeitsformat, kein Bühnenprogramm.

Das Besondere daran: Hier entstehen nicht nur gemeinsame Lösungen. Wer aus dem Betrieb kommt, versteht am Ende des Nachmittags den Lehrplan besser. Wer aus der Schule kommt, kennt die betriebliche Taktung genauer. Der Diskurs der unterschiedlichen Perspektiven ist selbst die Qualifizierung.

Diskussionsimpuls

Was bräuchte es, um die Akteure der verschiedenen Lernorte flexibel und wirksam miteinander zu verbinden?

Eine der Antworten, an denen wir arbeiten, ist ein gemeinsamer digitaler Ort: ein Learning Hub, auf den Betrieb, Berufsschule und überbetriebliche Ausbildungsstätte gleichermaßen zugreifen. Das ist eine Hypothese, keine Setzung. Genau darüber wollen wir uns mit Ihnen austauschen und gemeinsam zukunftsorientierte Lösungen entwickeln.

  • Überparteilich

    Kein Lager, keine Bühne für Positionen. Wer Ausbildung gestaltet, hat hier Sitz und Stimme, unabhängig von Partei oder Verbandsfarbe.

  • Praxisnah

    Wir arbeiten an echten Fällen aus dem Ausbildungsalltag: Taktung, Kommunikation, Prüfungsvorbereitung, Nachhaltigkeit im Betrieb. Nicht an Papieren.

  • Ergebnisoffen

    Das Ergebnis steht nicht vorher fest. Was am Tisch entsteht, wird dokumentiert und geht weiter: in die Betriebe, in die Schulen und in die Gremien der Berufsbildung.

Azubi* und Azubis* stehen hier als gebräuchliche Kurzform stellvertretend für Auszubildende aller Geschlechter. Wir verwenden sie, weil sie im Ausbildungsalltag gesprochen werden. Gemeint sind ausdrücklich alle.

Anspruch

Ein Berliner Format mit Strahlkraft über Berlin hinaus.

Berlin hat alles, was es für ein Leuchtturmformat der Berufsbildung braucht: starke Ausbildungsbetriebe, engagierte Berufsschulen, leistungsfähige Innungen und und ein Ökosystem aus Kammern, Verwaltung und Bildungsinnovation auf engem Raum. Wir nutzen diese Dichte, um Lösungen zu entwickeln, die auch anderswo tragen.

1

Der Azubi im Zentrum

Jede Frage, die wir bearbeiten, wird an einem Maßstab gemessen: Kommt es bei den Auszubildenden an? Ziel ist ein kontinuierlicher Wissensstand über die gesamte Ausbildung und ein sicherer Weg zum Abschluss.

2

Aus der Praxis in die Fläche

Was hier entsteht, bleibt nicht im Raum. Ergebnisse werden dokumentiert, in die beteiligten Organisationen zurückgespielt und in die Gremien der Berufsbildung eingebracht, bis auf Bundesebene.

3

Nachhaltigkeit, die ankommt

Die Standardberufsbildposition „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“ steht seit 2021 auf dem Papier. Wir arbeiten daran, dass sie im Ausbildungsalltag ankommt: und junge Fachkräfte lernen, ökologisch, sozial und ökonomisch verantwortlich zu handeln.

Diskussionsimpuls

Woran merken wir eigentlich, dass Lernortkooperation wirkt und und nicht nur stattfindet?

Eine mögliche Antwort: an der Kontinuität des Wissensstands. Wenn sichtbar wird, was ein Azubi an welchem Lernort bereits gelernt hat, lässt sich Kooperation messen statt behaupten. Wie das ohne Bürokratie und datenschutzkonform gelingt, ist eine der Fragen für den nächsten Nachmittag.

Ich gestalte mit Teilnahme kostenfrei · Plätze begrenzt
Einordnung

Kein loses Netzwerktreffen, sondern ein gefördertes Arbeitsformat.

Formal sind die Berliner Innovationsgespräche eine Lernortkooperation mit dem Ziel, die neuen Standardberufsbildpositionen, insbesondere „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“, in der Ausbildungspraxis zu verankern. Sie sind Teil des Förderprojekts von PROSUMIO Learning im Programm „Nachhaltig im Beruf, zukunftsorientiert ausbilden“ (NIB).5

Teilnehmer liest das Projektposter mit Zielen, Team und Projektphasen
Das Projekt am Board: Ziele, Team und Projektphasen zum Mitlesen.
  • Auftrag 01

    Lernortkooperation, die etwas einlöst

    Nachhaltigkeit lässt sich nicht an einem Lernort allein ausbilden. Wir arbeiten daran, wie Betrieb, Berufsschule und überbetriebliche Ausbildungsstätte die neuen Standardberufsbildpositionen gemeinsam in den Ausbildungsalltag bekommen, statt jeder für sich.

  • Auftrag 02

    Bedarfsanalyse aus der Praxis

    Was am Tisch entsteht, fließt direkt in die Entwicklung unseres Learning Hubs ein: der digitalen Infrastruktur, die Azubis in Schule und Betrieb begleitet. Sie gestalten mit, statt später ein fertiges Werkzeug vorgesetzt zu bekommen.

  • Auftrag 03

    Train-the-Trainer auf Augenhöhe

    Das Format ist zugleich Qualifizierung für ausbildendes Personal: Alle Beteiligten nehmen Methoden und Erkenntnisse für die eigene Praxis mit. Kein Frontalunterricht: die Expertise sitzt bereits im Raum, wir machen sie teilbar.

Diskussionsimpuls

Der Arbeitsmarkt verändert sich schneller, als Rahmenpläne nachziehen können. Wie vermitteln wir heute die Kompetenzen, die morgen gebraucht werden?

Neue Technologien, KI, Energie- und Bauwende verschieben Berufsbilder laufend. Genau hier liegt eine Stärke der dualen Ausbildung: Drei Lernorte sehen Veränderung aus drei Richtungen. Eine tragfähige Antwort ist das gemeinsame Verankern der neuen Standardberufsbildpositionen, allen voran „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“. Wenn Betrieb, Berufsschule und überbetriebliche Ausbildungsstätte sie zusammen mit Leben füllen, entsteht ein Rahmen für Zukunftskompetenzen, der mit der Praxis mitwächst. Wie das konkret aussehen kann, erarbeiten wir mit Ihnen am Tisch.

Was Sie davon haben

Zwei Perspektiven, ein Tisch.

Die Gespräche funktionieren, weil beide Seiten etwas mitnehmen und etwas einbringen. Wer ausbildet, kennt die Praxis. Wer den Rahmen setzt, kennt die Spielräume. Beides zusammen macht ein Ergebnis tragfähig.

Impulsvortrag vor der Gruppe im Digital Education Lab, Teilnehmende hoeren zu
Impuls vor der Runde: erst zuhören, dann gemeinsam weiterdenken.
Für die drei Lernorte der dualen Ausbildung

Was Sie mitnehmen

  • Direkter Draht zwischen Betrieb, Berufsschule und überbetrieblicher Ausbildungsstätte, also den Partnern, die dieselben Azubis ausbilden.
  • Konkrete Ansätze für die Lernortkooperation: Wie takte ich Ausbildungsphasen? Wie halte ich den Wissensstand meiner Azubis kontinuierlich?
  • Praktikable Wege, „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“ im Ausbildungsalltag umzusetzen, statt es nur im Rahmenplan stehen zu haben.
  • Eine Qualifizierungseinheit für Ihr Ausbildungspersonal, denn das Format ist zugleich Train-the-Trainer im Programm Nachhaltig im Beruf.
Für die rahmengebenden Akteure: Kammern, Politik, Verbände

Warum Ihre Stimme hierher gehört

  • Ungefilterter Kontakt zur betrieblichen Realität und zu den Stellen, an denen die Abstimmung zwischen den Lernorten heute noch hakt.
  • Ein überparteilicher Raum, in dem alle Positionen offen zur Sprache kommen, ohne Lagerlogik.
  • Ergebnisse, die in die eigene Arbeit zurückfließen: dokumentiert und weitergegeben, bis in die Gremien der Berufsbildung.
  • Belastbares Material für eine Forderung, die die IHK Berlin bereits erhebt: Lernortkooperation gesetzlich und strukturell zu verankern.4
Ich bin dabei! Platz sichern Teilnahme kostenfrei · Plätze begrenzt
So läuft ein Innovationsgespräch

Drei Stunden, die etwas hinterlassen.

Kein Frontalprogramm: Der Nachmittag ist so getaktet, dass jede:r zu Wort kommt und am Ende etwas Schriftliches auf dem Tisch liegt. Danach bleibt Zeit zum Weiterreden, bei Catering und offenem Networking.

  1. 1. Stunde

    Ankommen, Aufschlag und die Ergebnisse der letzten Runde

    Kurzes Kennenlernen an Stehtischen: Wer sitzt heute mit am Tisch? Danach aktuelle Impulse und die Gelingensbedingungen aus der zweiten Runde, kompakt zusammengefasst.

  2. 2. Stunde

    Werkstattgespräche in zwei Runden

    Moderierte Kleingruppen an den offenen Fragen. Jede Gruppe gemischt besetzt: Betrieb, Berufsschule, überbetriebliche Ausbildungsstätte, dazu Kammer und Politik als rahmengebende Akteure.

  3. 3. Stunde

    Ergebnissicherung: aus Bedingungen werden Zusagen

    Wir tragen zusammen, was verbindlich werden kann und wer welchen nächsten Schritt übernimmt. Die Dokumentation geht innerhalb von zwei Wochen an alle Teilnehmenden.

  4. Ab 16:00 Uhr

    Catering und offenes Networking

    Zeit für die Gespräche, für die im Programm sonst nie Platz ist. Wer früher los muss, geht mit dem Ergebnis in der Hand; wer bleibt, redet weiter.

FOTO A24:3Eine Teilnehmerin haelt eine Moderationskarte hoch, die Runde stimmt ueber die naechste Leitfrage ab
Priorisierung per Karte: Welche Frage nehmen wir uns als Erstes vor?
FOTO A34:3Vier Teilnehmende diskutieren vor einem beschriebenen Board mit Stichworten zur Lernortkooperation
Drei Lernorte, ein Board: Betrieb, Berufsschule und Innung an derselben Frage.
FOTO A54:3Teilnehmende sichern am vollgeschriebenen Board die Ergebnisse der Werkstattrunde
Ergebnissicherung: Was wird verbindlich, wer übernimmt den nächsten Schritt?
FOTO A64:3Werkstattrunde um einen runden Tisch im Digital Education Lab, ein Moderator steht am Board
Moderierte Kleingruppe: gemischt besetzt, damit niemand nur die eigene Sicht hört.
FOTO A74:3Teilnehmende werten gemeinsam ein beschriebenes Board aus
Auswertung im Plenum: Was aus den Gruppen kommt, wird für alle sichtbar.
FOTO A84:3Eine Teilnehmerin erlaeutert ihre Notizen am Board
Jede:r kommt zu Wort, auch die Stimmen, die sonst im Panel untergehen.

Fotos: © Philipp Gaiko

Rückblick auf die zweite Runde

Was im September auf dem Tisch lag

Ein Nachmittag im Digital Education Lab der IHK Berlin, drei Leitfragen, ein gemeinsamer Nenner: die Azubis im Mittelpunkt. In moderierten Werkstattgesprächen haben Ausbildungsbetriebe, Berufsschulen, überbetriebliche Ausbildungsstätten und Multiplikator:innen zusammengetragen, was Lernortkooperation heute erschwert und was sie gelingen lässt. Herausgekommen ist frisches Praxiswissen, das wir hier offen dokumentieren.

Die Reihe im Überblick

Juni 2026 · Vom Nebeneinander zum Miteinander
Auftakt: Wo hakt die Abstimmung zwischen Betrieb, Berufsschule und überbetrieblicher Ausbildungsstätte heute konkret?

September 2026 · Lernortkooperation konkret machen
Zweite Runde: Vom Befund zum Taktplan. Werkstattgespräche zu Kommunikation, Inhalt und Taktung, plus Impuls zur Twin Transition.

1. Dezember 2026 · Vom Taktplan zum gemeinsamen Hub
Dritte Runde: Wir machen die Gelingensbedingungen verbindlich und klären, wie ein gemeinsamer digitaler Ort im Alltag wirklich trägt.
Platz sichern →

Frühjahr 2027 · Abschlussrunde in der IHK Berlin
Vierte und vorerst letzte Runde der Reihe: Ergebnisse bündeln und in die Gremien der Berufsbildung weitergeben.

Daran haben wir gearbeitet

Herausforderungen und Mehrwerte benannt und sortiert. Für die duale Ausbildung in der Bau- und Energiebranche und den angrenzenden Gewerken: Wo kostet fehlende Abstimmung heute Zeit, und wo bringt Zusammenarbeit am schnellsten etwas?

Geprüft, wo digitale Unterstützung wirklich hilft. Und zwar im eigenen Arbeitsalltag: bei der Begleitung der Lernprozesse, bei der Abstimmung zwischen den Lernorten und bei der Dokumentation.

Konkrete Anwendungsfälle gesammelt. Anforderungen und Ideen für die Weiterentwicklung des BBNE Learning Hubs und der begleitenden Lernmodule. BBNE steht für Berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Nächste Schritte festgehalten. Für eine hybride Lernortkooperation im eigenen Ausbildungskontext, gemeinsam mit den Kooperationspartner:innen konkretisiert, mit Namen und Zuständigkeit.

Impuls aus der letzten Runde

Twin Transition: Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusammen denken

Vorgestellt und diskutiert wurde die Twin Transition, also die Strategie, den Effizienzhebel der Digitalisierung mit einer klaren Ausrichtung auf Nachhaltigkeit zu verbinden. Getrennt betrachtet bleibt digitale Technik Selbstzweck und Nachhaltigkeit eine Absichtserklärung. Zusammen ergeben sie eine Transformation, die im Ausbildungsalltag ankommt: Digitale Werkzeuge schaffen die Zeit, die es braucht, um Themen wie „Umweltschutz und Nachhaltigkeit" überhaupt gründlich zu behandeln. Genau diese Verbindung ist der fachliche Kern der Berliner Innovationsgespräche.

FOTO R14:3Teilnehmende melden sich im Foyer der IHK Berlin am Empfangstisch an
Ankommen in der IHK Berlin: Wer heute mit wem am Tisch sitzt, entscheidet sich hier.
FOTO R24:3Zwei Teilnehmerinnen im Gespraech vor dem Schild EdTech Hub Berlin
Gastgeber war das Digital Education Lab der IHK Berlin.
FOTO R34:3Teilnehmende sitzen auf der Sitztreppe des Labs und verfolgen den Aufschlag
Der Aufschlag: drei Leitfragen, mit denen der Nachmittag startet.
FOTO R44:3Zwei Teilnehmer im Gespraech vor einer Pinnwand
Betrieb und Berufsschule im Zweiergespräch, oft der Anfang einer Kooperation.
FOTO R54:3Teilnehmende im Austausch an den Tischen, im Hintergrund das Catering
Zwischen den Runden wird weitergeredet, oft genau da wird es konkret.
FOTO R64:3Zwei Teilnehmerinnen in einem lebhaften Gespraech
Unterschiedliche Perspektiven, offen verhandelt: genau dafür ist das Format da.
FOTO R74:3Zwei Teilnehmende geben sich die Hand, weitere stehen im Gespraech daneben
Aus einem Gespräch wird eine Verabredung: der eigentliche Ertrag des Formats.
FOTO R84:3Zwei Teilnehmer vor dem Banner EdTech Hub Berlin
Berlin als Standort für Bildungsinnovation, mitten im Ökosystem der IHK.
FOTO R94:3Teilnehmende auf der Treppe im Atrium der IHK Berlin, viele heben die Arme
Die zweite Runde zum Schluss: Betrieb, Berufsschule, Innung, Kammer und Verwaltung.

Fotos: © Philipp Gaiko

VIDEO · RÜCKSCHAUHochformat 9:16 · 34 Sekunden

Rückschau in 46 Sekunden

Dreiviertel Minute Rückschau aus der zweiten Runde in der IHK Berlin: gemischte Tische, gefüllte Boards und die Momente, in denen es konkret wurde.

Am Dienstag, 1. Dezember 2026 dabei sein →

Film: © Philipp Gaiko

Workshop-Insights

Drei Erkenntnisse, an die wir anknüpfen

Ein Rückblick mit aktuellen Impulsen. Die drei Befunde decken sich mit dem, was die Berufsbildungsforschung als dritten Zugang zur Digitalisierung beschreibt: Neben neuen Lerninhalten und digitalen Methoden ist vor allem die Kommunikation und Kooperation zwischen den Lernorten neu auszuloten, über gemeinsame Tools, Portfolios und Plattformen.3

Befund 01

Kommunikation„Alle an einen Tisch.“

Heute sind es oft die Azubis selbst, die Informationen zwischen Betrieb, Berufsschule und Innung transportieren. Das überfordert und lässt Wissen versickern. Interessiertes Personal im Ausbildungsbetrieb ist dabei das A und O; digitale Werkzeuge helfen, müssen aber Datenschutz mitdenken. Auch die IHK Berlin fordert genau hier an: eine gemeinsam nutzbare digitale Plattform für Lernmaterial, Praxisbeispiele und Lernfortschritt.4

Offene Frage

Wie kriegen wir alle Lernorte verbindlich an einen Tisch?

Befund 02

Inhalt„Praxisrelevanz vor Vollständigkeit.“

Azubis werden stärker, wenn Lernorte an gemeinsamen, praxisnahen Projekten arbeiten, etwa zu Nachhaltigkeit. Entscheidend: Wissen einfach teilbar machen, Klarheit über Prüfungsanforderungen schaffen und Basiskompetenzen sichern.

Offene Frage

Welche gemeinsamen Inhalte lohnen sich über alle Lernorte hinweg wirklich?

Befund 03

Zeit„Takt schlägt Zufall.“

Ausbildungsphasen, Termine und Lernanlässe müssen so getaktet sein, dass sie für alle Lernorte funktionieren: von Pre-Boarding über vierteljährliche Feedbackgespräche bis zur Reflexion „Was habe ich gelernt vs. was habe ich gemacht?“. Ziel: ein kontinuierlicher Wissensstand der Azubis.

Offene Frage

Wie sieht ein gemeinsamer Ausbildungs-Taktplan konkret aus?

Arbeitsstand

Gelingensbedingungen erfolgreicher Lernortkooperation

Aus zwei Runden Werkstattgespräch lässt sich benennen, woran Lernortkooperation im Alltag hängt. Nicht als Theorie, sondern als das, was Ausbildende, Lehrkräfte und Ausbildungskoordinator:innen selbst beschrieben haben. Sechs Bedingungen zeichnen sich ab. Sie sind ein Arbeitsstand, kein Beschluss: In der dritten Runde prüfen wir sie, streichen, ergänzen und machen sie verbindlich.

Reden, bevor es brennt. Heute setzt der Austausch zwischen Betrieb und Berufsschule häufig erst ein, wenn es ein Problem gibt. Es braucht wenige, aber feste Kontaktpunkte über die Ausbildung hinweg, an denen auch dann gesprochen wird, wenn alles läuft.

Ein gemeinsamer Ort statt drei Postfächer. Abstimmung scheitert selten am Willen und oft am Weg. Gebraucht wird ein niedrigschwelliger, am besten digitaler Raum, auf den alle Lernorte zugreifen, ohne dass dafür jedes Mal ein Termin gefunden werden muss.

Takt schlägt Zufall. Ausbildungsphasen, Prüfungsvorbereitung und Feedbackgespräche müssen so getaktet sein, dass sie für alle Lernorte zusammenpassen: vom Pre-Boarding über vierteljährliche Gespräche bis zur Reflexion am Ende eines Ausbildungsjahres.

Praxisrelevanz vor Vollständigkeit. Gemeinsame, praxisnahe Projekte tragen weiter als parallel abgearbeitete Stoffpläne. Gerade bei „Umweltschutz und Nachhaltigkeit“ entsteht Wirkung dort, wo Betrieb und Schule am selben Fall arbeiten.

Werkzeuge, die Kompetenz nicht ersetzen. KI senkt die Hemmschwelle, überhaupt zu fragen, und das ist ein echter Gewinn für Auszubildende. Zugleich muss das Basiswissen mitwachsen, sonst bleibt am Ende die Antwort und nicht das Verständnis.

Menschen, die es tragen wollen. Interessiertes Ausbildungspersonal ist das A und O. Kooperation braucht benannte Zuständigkeiten, Zeit im Kalender und einen Datenschutz, der von Anfang an mitgedacht statt nachträglich geprüft wird.

Diskussionsimpuls

Welche dieser Bedingungen ist in Ihrem Ausbildungsalltag die schwierigste und woran liegt das?

Genau das ist die Leitfrage der dritten Runde am Dienstag, 1. Dezember 2026. Wir nehmen diesen Arbeitsstand als Ausgangspunkt, nicht als Ergebnis, und machen daraus Zusagen, die im eigenen Betrieb und in der eigenen Schule tragen.

Mitentscheiden, was verbindlich wird Teilnahme kostenfrei · Plätze begrenzt
Teilnehmende stehen um einen Tisch mit beschriebenem Ergebnisboard im Digital Education Lab
Ein Tisch, ein Board, mehrere Perspektiven, und in der Mitte die Frage, wie Ausbildung besser wird. Foto: © Philipp Gaiko
Vom Tisch zum Hub

Was hier an einem Nachmittag gelingt, fehlt im Alltag das ganze Jahr.

An diesem Tisch ist plötzlich alles da: die Perspektive des Betriebs, die der Berufsschule, die der Innung. Man sieht, woran die anderen arbeiten. Man ergänzt sich, statt aneinander vorbeizulaufen.

  • Alle sehen dasselbe Board, niemand muss raten, was die anderen gerade machen.
  • Fragen werden dort geklärt, wo alle Beteiligten sitzen, statt über drei E-Mail-Ketten.
  • Und in der Mitte steht, worum es eigentlich geht: die Azubis und ihr Weg zum Abschluss.

Genau diesen Tisch bauen wir digital. Der Learning Hub für Berufsbildung und Lernortkooperation ist der gemeinsame Arbeitsplatz, der nicht um 17 Uhr wieder abgeräumt wird, mit den Auszubildenden im Zentrum statt am Rand.

Das ist auch unsere Rolle in diesem Feld: Die meisten Angebote sprechen eine Seite an, den Betrieb oder die Schule oder die Azubis. Wir bauen die Brücke dazwischen und schaffen die gemeinsame Schnittstelle, an der alle drei Lernorte denselben Stand sehen.

Diskussionsimpuls

Wie sähe ein gemeinsamer Arbeitstisch aus, der auch dann noch steht, wenn alle wieder an ihren eigenen Lernorten sind?

Diese Frage nehmen wir mit in die Werkstattrunden, und die Antworten fließen direkt in die Entwicklung des Learning Hubs ein. Was Sie am Nachmittag einbringen, bauen wir anschließend.

Anmeldung

Sichern Sie sich Ihren Platz am Tisch.

Die Teilnahme ist kostenfrei, die Zahl der Plätze aber begrenzt. Wir halten die Runden bewusst klein, damit alle zu Wort kommen und niemand nur zuhört.

Nur 20 Plätze · gemischt besetzt nach Lernort

Bis zum nächsten Innovationsgespräch

–Tage
–Std
–Min
  • Kostenfrei: keine Teilnahmegebühr, keine versteckten Kosten.
  • Drei Stunden, ein Ergebnis: Sie gehen mit einem dokumentierten Satz Gelingensbedingungen für die eigene Lernortkooperation heraus.
  • Gemischte Besetzung: Wir achten auf Balance zwischen den drei Lernorten und den rahmengebenden Akteuren.
  • Bestätigung per E-Mail: inklusive Kalendereintrag und Anfahrtshinweisen.
  • Im Anschluss: Catering und offenes Networking, ohne festes Ende.

Quellen & Einordnung

  1. Hauptausschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung: Empfehlung Nr. 99 zur Kooperation der Lernorte, 27.11.1997.
  2. Bundesinstitut für Berufsbildung: Moderne Berufsbildungsstandards für alle Ausbildungsberufe, Pressemitteilung 03/2021 vom 11.02.2021. Die vier Standardberufsbildpositionen sind ab August 2021 in allen neu geregelten Ausbildungsberufen verpflichtend.
  3. Diettrich, Andreas: Berufspädagogische Auswirkungen von neuen Arbeitsformen und Digitalisierung auf das Bildungspersonal. BIBB-Web-Dossier, 2024.
  4. IHK Berlin: Politische Position „Duale Berufsausbildung modernisieren“.
  5. Bundesinstitut für Berufsbildung: Programm „Nachhaltig im Beruf, zukunftsorientiert ausbilden“ (NIB).
Weitersagen

Sie kennen jemanden, die oder der an diesen Tisch gehört?

Leiten Sie die Einladung gern weiter: an Ausbildungsverantwortliche, Berufsschulen, Innungen oder Kolleg:innen aus Kammer und Verwaltung.

Du machst gerade eine Ausbildung?

Deine Perspektive fehlt in dieser Debatte am häufigsten.

Auf den Boards standen alle um dich herum, und jetzt bist du dran. Im November 2026 laden wir zehn Auszubildende in die IHK Berlin ein. In kleiner Runde, ohne Chef und ohne Lehrkraft: Was taugt das, was die Erwachsenen da beschlossen haben, und was fehlt?

Platz in der Azubi-Runde anfragen →

10 Plätze · November 2026 · IHK Berlin

Die Berliner Innovationsgespräche für berufliche Bildung sind eine Initiative von PROSUMIO Learning im Rahmen des Förderprojekts „Zukunftsorientierte Berufsbildung: Nachhaltigkeit in der Ausbildung verankern durch spielbasierte, digitale Bildungswerkzeuge“.

Förderhinweis

Das Projekt „Zukunftsorientierte Berufsbildung: Nachhaltigkeit in der Ausbildung verankern durch spielbasierte digitale Bildungswerkzeuge" wird im Rahmen des Programms „Nachhaltig im Beruf – zukunftsorientiert ausbilden" durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.

Foerderlogos: Bundesministerium fuer Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und Europaeische Union (kofinanziert ueber den Europaeischen Sozialfonds Plus). Fachliche Begleitung: BIBB. Administrative Begleitung: Knappschaft-Bahn-See. Programm-Website: www.nachhaltig-im-beruf.de

FÖRDERBLOCK BREIT
Web-Fassung · Fördertext + BMBFSFJ + EU + BIBB + KBS

FÖRDERBLOCK MOBIL
Hochformat für schmale Displays

Fachliche Begleitung: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) · Administrative Begleitung: Knappschaft-Bahn-See

Berliner Innovationsgespräch Dienstag, 1. Dezember 2026 · IHK Berlin · kostenfrei

–Tage
–Std
–Min
Platz sichern